© bei Peter Mück

 Interview mit Peter Mück, Künstler aus Köln und Initiator des Künstlernetzwerks crossart international mit aktuell 262 Mitgliedern

C-AE: Lieber Peter, wir haben mittlerweile über ein Jahr lang Erfahrungen mit der Corona-Pandemie gemacht. Wie ist es dir persönlich und beruflich dabei ergangen.

Peter Mück: Zuerst war es ein Schock in allen Bereichen: privat wegen dem sozialen Entzug, beruflich wegen der wegfallenden Ausstellungsmöglichkeiten. Dies hatte natürlich Auswirkungen auf mich als Künstler wie auch auf der Künstlernetzwerk crossart international.

C-AE: Was meinst du damit konkret?

Peter Mück: Nun, durch die ganze Corona-Situation hat sich natürlich mein Themenfeld verändert. Ich habe das Thema Corona in meinen Werken mit aufgenommen. Dadurch entstand eine gesellschaftspolitische Schärfung der Themen.

C-AE: Dies ist bei einigen deiner Bilder eindeutig zu sehen. Wie hat sich die Gesamtsituation konkret auf dein künstlerisches Schaffen ausgewirkt?

Peter Mück: Durch die Krise erhöhte sich eindeutig meine Kreativität und Produktivität.

C-AE: Hattest du durch die Krise wirtschaftliche Einbußen? Konntest du staatliche Hilfen in Anspruch nehmen?

Peter Mück: Wirtschaftliche Einbußen hatte ich keine. Diese konnte ich durch die erhöhte künstlerische Produktivität sowie verstärkte künstlerische Aktivitäten auf der Straße sowie im Netz ausgleichen.

C-AE: Wo stehst du als Künstler heute?

Peter Mück: Ich habe gemerkt, dass ich als Künstler eine hohe Resilienz gegenüber gesellschaftlichen Krisen habe, weil ich viele Themen in meinen Werken anpacken kann. Ich denke über noch Nachhaltigkeit und soziale Projekte in der Kunst nach. Ich denke darüber nach, wie man Kunst in der Zukunft ohne allzu viele Menschenansammlungen präsentieren kann.

C-AE: Da du gerade die Zukunft ansprichst, welche positiven Aspekte, Lösungen, Perspektiven siehst du für dich?

Peter Mück: Ein bewussteres Denken, Handeln und Arbeiten ist auch im Kulturbereich notwendig. Dazu gehört für mich auch mehr Fokus auf Regionalität, anstatt zu Ausstellungen immer quer durch die Republik zu jetten.

C-AE: Welche Konsequenzen/Alternativen sind für dich damit verbunden?

Peter Mück: Kunst muss wieder vermehrt auf die Straße, zu den Menschen gehen, aus dem Elfenbeinturm befreit werden.

C-AE: Meinst du damit Veranstaltungen wie den Montmatre-Kunstmarkt auf dem Eierplätzchen, den ihr seit April 2017 immer wieder veranstaltet?

Peter Mück: Sicherlich auch – gleichzeitig bietet das Internet die Möglichkeit zu gut gemachten digitalen Ausstellungen. Das kann ein echtes Erlebnis sein, kombiniert mit einer Vernissage auf ZOOM und echtem Live-Feeling.

C-AE: Lieber Peter, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Kraft und Energie für deine künstlerischen Visionen!